
Östrogen in Kombination mit SERMs – Balance mit Schutz
Eine moderne Option zwischen Wirkung und Sicherheit
Die Wechseljahre bringen viele Veränderungen – und nicht alle fühlen sich angenehm an.
Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen können den Alltag spürbar beeinträchtigen.
Für Frauen, die von Östrogen profitieren, aber die Risiken klassischer Hormontherapien (insbesondere für Gebärmutter und Brust) reduzieren möchten, kann eine Kombination aus Östrogen und SERMs (Selektiven Östrogenrezeptor-Modulatoren) eine sinnvolle Alternative sein.
💡 Was ist das genau?
SERMs sind Wirkstoffe, die gezielt an Östrogenrezeptoren binden – ihre Wirkung ist jedoch gewebespezifisch.
Das bedeutet: Sie wirken nicht überall gleich, sondern je nach Organ östrogenähnlich oder -blockierend.
- Knochen:
SERMs verstärken hier die positiven Effekte von Östrogen → höhere Knochendichte, geringeres Frakturrisiko. - Gebärmutterschleimhaut (Endometrium):
SERMs blockieren die proliferative Wirkung von Östrogen → Schutz vor unkontrolliertem Zellwachstum. - Brustgewebe:
Viele SERMs wirken antiöstrogen → potenziell geringeres Brustkrebsrisiko im Vergleich zu reiner Östrogentherapie.
Bekannte SERMs sind z. B. Raloxifen und Bazedoxifen.
In Kombination mit Östrogen (z. B. konjugierten Östrogenen + Bazedoxifen) entsteht eine sogenannte Tissue-Selective Estrogen Complex (TSEC)-Therapie.1
Wie wirkt die Kombination?
- Östrogen lindert effektiv klassische Menopause-Beschwerden:
- Hitzewallungen
- Nachtschweiß
- vaginale Trockenheit
- SERMs übernehmen die Schutzfunktion dort, wo Östrogen allein Risiken bergen würde.2
Das Ergebnis ist eine selektive Hormonwirkung:
- symptomlindernd
- knochenschützend
- endometriumschonend
Vorteile der Kombination
💧 Weniger Hitzewallungen
Signifikante Reduktion von Häufigkeit und Intensität vasomotorischer Symptome.3
🦴 Stärkere Knochen
Verbesserung der Knochendichte, Reduktion des Osteoporoserisikos.3
💛 Endometriumschutz
Kein stimulierender Effekt auf die Gebärmutterschleimhaut – kein zusätzlicher Gestagenbedarf.3
❤️ Herz-Kreislauf-Profil
Neutrale bis günstige Effekte auf Lipidprofile (z. B. LDL-Cholesterin).3
🎗️ Brustgesundheit
Kein Anstieg der Brustdichte, kein erhöhtes Brustkrebsrisiko im Vergleich zu klassischer kombinierter HRT.3
⚠️ Mögliche Nebenwirkungen
Auch diese Therapie ist nicht für jede Frau gleich gut verträglich. Möglich sind:
- Muskel- oder Beinkrämpfe
- Übelkeit oder Völlegefühl
- Kopfschmerzen oder Migräne
- leicht erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien
(insgesamt niedriger als bei klassischer Östrogen-Gestagen-Therapie, aber relevant bei Risikopatientinnen)4
Darum gilt: ärztliche Begleitung ist essenziell.
🩺 Vor Beginn: medizinische Abklärung
Empfohlen werden5:
- ausführliche Eigen- und Familienanamnese
- Blutdruck- und BMI-Erfassung
- ggf. Labor (Lipide, Leberwerte, Gerinnungsrisiken)
So kann individuell entschieden werden, ob diese Therapieform geeignet ist.
🔄 Behandlung & Nachsorge
Eine TSEC-Therapie ist keine Einheitslösung.
Wichtig sind:
- individuelle Dosierung
- regelmäßige Verlaufskontrollen
- frühzeitige Anpassung bei Nebenwirkungen
So bleibt die Therapie wirksam und sicher.
💬 Fazit
Die Kombination aus Östrogen und SERMs ist eine moderne, evidenzbasierte Option für Frauen in den Wechseljahren, die Symptomlinderung und Langzeitschutz miteinander verbinden möchten.
Sie vereint:
- die Wirksamkeit von Östrogen
- mit der gewebespezifischen Sicherheit von SERMs
Jede Frau ist anders.
Deshalb ist die wichtigste Grundlage eine informierte, individuelle Entscheidung gemeinsam mit einer erfahrenen Ärztin oder einem erfahrenen Arzt.
Die Wechseljahre bringen viele Veränderungen – und nicht alle fühlen sich angenehm an.
Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen können den Alltag spürbar beeinträchtigen.
Für Frauen, die von Östrogen profitieren, aber die Risiken klassischer Hormontherapien vermeiden möchten, kann eine Kombination aus Östrogen und SERMs (Selektiven Östrogenrezeptor-Modulatoren) eine gute Alternative sein.
💡 Was ist das genau?
SERMs sind Substanzen, die gezielt an Östrogenrezeptoren im Körper andocken – aber je nach Gewebe unterschiedlich wirken:
- In den Knochen verstärken sie die positiven Effekte von Östrogen (mehr Knochendichte, weniger Frakturen).
- In der Gebärmutterschleimhaut blockieren sie dagegen die Wirkung von Östrogen und schützen so vor Zellwachstum und Krebsrisiken.
Bekannte SERMs sind z. B. Raloxifen und Bazedoxifen.
In Kombination mit Östrogen ergibt sich so eine Therapie, die wirksam und gleichzeitig sicherer sein kann.
🌸 Wie wirkt die Kombination?
Östrogen lindert klassische Menopause-Beschwerden – wie Hitzewallungen, Nachtschweiß oder vaginale Trockenheit.
Die SERMs gleichen dabei aus und schützen vor unerwünschten Nebenwirkungen, die bei einer reinen Östrogentherapie auftreten können.
Gemeinsam schaffen sie also eine Art „intelligente Hormonbalance“:
Mehr Wohlbefinden – bei gleichzeitigem Schutz für Gebärmutter, Knochen und Herz.
✨ Vorteile der Kombination
- 💧 Weniger Hitzewallungen – geringere Häufigkeit und Intensität.
- 🦴 Stärkere Knochen – Schutz vor Osteoporose und Frakturen.
- 💛 Endometriumschutz – geringeres Risiko für Gebärmutterkrebs.
- ❤️ Positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System – bessere Durchblutung und Gefäßgesundheit.
- 🎗️ Reduziertes Brustkrebsrisiko im Vergleich zu klassischen Östrogentherapien.
⚠️ Mögliche Nebenwirkungen
Auch diese Therapie ist nicht für jede Frau gleich verträglich.
Mögliche Reaktionen können sein:
- Krämpfe oder Muskelschmerzen
- Verdauungsprobleme wie Übelkeit oder Völlegefühl
- Kopfschmerzen oder Migräne
- leicht erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel (deutlich seltener als bei reinen Östrogentherapien)
Darum ist es wichtig, die Behandlung ärztlich begleiten und regelmäßig kontrollieren zu lassen.
🩺 Vor Beginn: medizinische Abklärung
Bevor die Therapie startet, sollten folgende Punkte geprüft werden:
- Gesundheits- und Familiengeschichte
- Körperliche Untersuchung
- Bluttests, um Hormonwerte und Gerinnungsrisiken zu erfassen
So lässt sich sicherstellen, dass die Behandlung gut zu dir passt.
🔄 Behandlung & Nachsorge
Eine Therapie mit Östrogen und SERMs wird individuell abgestimmt.
Das bedeutet:
- Dosis fein anpassen – an deine Bedürfnisse, Symptome und Laborwerte
- Regelmäßige Kontrollen – um Wirksamkeit und Verträglichkeit im Blick zu behalten
- Nebenwirkungen beobachten – und frühzeitig reagieren, falls sich etwas verändert
💬 Fazit
Die Kombination aus Östrogen und SERMs kann eine moderne, ausgewogene und sichere Option sein, um Menopausensymptome zu lindern und gleichzeitig Langzeitrisiken zu minimieren.
Sie verbindet das Beste aus zwei Welten – die Wirkung von Östrogen mit dem Schutz durch SERMs.
Jede Frau ist anders. Deshalb gilt: Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, um herauszufinden, ob diese Therapieform für dich die richtige ist.
Denn dein Körper verdient eine Behandlung, die genauso individuell ist wie du.
Mit der richtigen Therapie kannst du lernen, dich in jeder Phase deines Lebens wieder zuhause in deinem Körper zu fühlen.
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📚 Wissenschaftliche Quellen
- 1) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20685878/
- 2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6500192/
- 3) https://journals.lww.com/menopausejournal/Fulltext/2018/05000/Effects_of_conjugated_estrogens.7.aspx
4) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25997946/
5) 👉 https://www.menopause.org/docs/default-source/professional/nams-2022-hormone-therapy-position-statement.pdf - Pinkerton JV et al.
Tissue-selective estrogen complex (TSEC): a review.
Menopause, 2014
👉 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20685878/ - Lobo RA et al.
Conjugated estrogens plus bazedoxifene.
Menopause, 2018
👉 https://journals.lww.com/menopausejournal/Fulltext/2018/05000/Effects_of_conjugated_estrogens.7.aspx - Archer DF et al.
Bazedoxifene combined with conjugated estrogens.
Obstetrics & Gynecology, 2009
👉 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19546760/ - Di Donato N et al.
SERMs and hormone therapy: safety considerations.
Int J Mol Sci, 2020
👉 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7422846/ - North American Menopause Society (NAMS)
Hormone Therapy Position Statement, 2022
👉 https://www.menopause.org/docs/default-source/professional/nams-2022-hormone-therapy-position-statement.pdf









