Antibabypille in der Perimenopause: Hilfe bei Zyklus, Hitzewallungen & Stimmung?

Antibabypille in der Perimenopause: Hilfe bei Zyklus, Hitzewallungen & Stimmung?

Viele Frauen denken bei der Antibabypille zuerst an Verhütung.
Aber: Kombinierte Antibabypillen – also Präparate mit Östrogen und Gestagen – können in der Perimenopause (den Jahren vor der letzten Regelblutung) noch viel mehr bewirken.

Sie helfen nicht nur, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden, sondern können auch hormonelle Schwankungen ausgleichen, Zyklen regulieren und typische Menopausenbeschwerden spürbar lindern.


Wie wirken kombinierte Pillen in dieser Lebensphase?

Die Pille verhindert den Eisprung und sorgt gleichzeitig für stabilere Hormonspiegel.
Das kann dabei helfen, Symptome wie:

  • unregelmäßige Blutungen,
  • Hitzewallungen,
  • Stimmungsschwankungen,
  • oder Hautprobleme
    zu reduzieren.

Bekannte Präparate sind z. B. Yasmin, Alesse oder Ortho Tri-Cyclen – sie unterscheiden sich in Dosierung und Zusammensetzung.


✨ Vorteile der kombinierten Pille in der Perimenopause

  • 💫 Regelmäßige Zyklen: Sie macht Blutungen planbarer und oft auch schwächer.
  • 🔥 Weniger Hitzewallungen: Stabilere Hormonspiegel bedeuten weniger hormonbedingte Temperaturwechsel.
  • 😌 Bessere Stimmung: Viele Frauen berichten, dass sie sich ausgeglichener fühlen.
  • 🦴 Schutz für die Knochen: Durch das enthaltene Östrogen bleibt die Knochendichte länger erhalten – ein Pluspunkt für die Osteoporose-Prävention.
  • 🌺 Weniger Menstruationsbeschwerden: Schmerzen und Krämpfe können deutlich nachlassen.

⚠️ Mögliche Nebenwirkungen

Wie jede hormonelle Behandlung kann auch die kombinierte Pille Nebenwirkungen haben.
Mögliche Reaktionen sind:

  • Übelkeit oder leichte Magenbeschwerden,
  • Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung,
  • Kopfschmerzen oder Migräne,
  • in seltenen Fällen: erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel, Schlaganfälle oder Herzprobleme – vor allem bei Raucherinnen über 35.

Deshalb ist es wichtig, die Einnahme ärztlich begleiten zu lassen und regelmäßig zu kontrollieren, ob die Pille noch zu deiner Lebensphase passt.


👩‍⚕️ Ärztliche Begleitung & Kontrolle

Bevor du (wieder) mit der Pille beginnst, sollte deine Ärztin oder dein Arzt:

  • deine Gesundheitsgeschichte prüfen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thromboserisiko),
  • eine körperliche Untersuchung durchführen,
  • und Bluttests machen, um Hormonspiegel und Stoffwechselwerte zu kontrollieren.

Auch danach sind regelmäßige Kontrolltermine wichtig, um die Dosierung zu prüfen und mögliche Nebenwirkungen früh zu erkennen.


💬 Fazit

Kombinierte Antibabypillen können in der Perimenopause eine effektive und flexible Option sein – zur Verhütung, aber auch zur Linderung hormoneller Beschwerden.
Sie können helfen, dich stabiler, ausgeglichener und sicherer durch diese Übergangszeit zu bringen.

Wichtig ist, dass die Behandlung individuell abgestimmt und regelmäßig überprüft wird.
Denn was früher gut funktioniert hat, passt vielleicht heute nicht mehr – und umgekehrt.


✨ hermaid-Tipp:
Wenn du über 40 bist und noch verhütest, sprich mit deiner Ärztin darüber, ob die Pille für dich noch die richtige Wahl ist – oder ob es sanftere Alternativen gibt.
In den Wechseljahren verändert sich dein Körper – und du darfst deine Verhütung an dein Leben anpassen, nicht andersherum.

Quellen

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2) Oinonen, K. A., & Mazmanian, D. (2002).
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https://doi.org/10.1080/13697130500040794

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